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  • Praktische Philosophie, Bachpatenschaft
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Bereits zum dritten Mal engagieren sich Volunteers von Treffpunkt Philosophie beim alten Garchinger Mühlbach, der in den letzten Jahren eher zu einem Müllbach mutierte. Ein krankes Ökosystem, in dem unsere Zivilisationsabfälle gelagert wurden. Seit letztem Jahr arbeitet der Verein mit der Stadt München im Rahmen der Bachpatenschaft zusammen, um in Ökoaktionen schrittweise dem Bach seinen natürlichen Zustand zu ermöglichen.

Ein Bach in der Klemme

Dieses Mal stand die Reinigung des Bachlaufs und seines Uferbereichs auf dem Programm. Der Winter hinterließ viel Totholz und verfallenes Laub, welches der Bach nicht aus eigener Kraft abtransportieren konnte. Eine Hinterlassenschaft noch aus älteren Tagen war ebenfalls anzugehen. An einer Uferseite ragte ein alter Drahtzaun mit krönendem Stacheldraht heraus, und direkt auf Flussniveau begrenzten einige Metallplatten den Lauf des Baches, alles verrostet und scharfkantig. Wer im Bach steht, fühlt die Enge, das Verkrustete, das Bedrängende. Ein Bach in der Klemme.

Für alle elf Teilnehmer der Ökoaktion war es eine physische Herausforderung, dem Bach etwas Luft zu verschaffen, die Eisenwaren aus dem Bach oder der angrenzenden Erde zu ziehen, den bröselig und stacheligen Zaun abzuzwicken und zu entfernen. Nun war es erst möglich den Uferbereich von Zivilisationsmüll (Metallleisten, Plastik, Flaschen …) zu befreien.

Doch auch für feinere Arbeiten blieb Zeit. So konnte dichte, in den Bach hängende Büsche zurückgeschnitten werden, gleich einer frühlingshaften Gärtnerarbeit, damit der Bach für den Sommer fit gemacht wird.

Ein Kettenglied zu sein

Gleich welcher Herausforderung die Philosophen sich stellten, für alle war es eine schöne Erfahrung, die Atmosphäre der Natur aufzunehmen und etwas zurückgeben zu können. Nicht nur zu konsumieren, sondern sich auch einzuklinken in die Kette des Lebens und als Volunteer einen Beitrag in der Gesellschaft leisten zu können.

Mit mehrstündigem engagiertem Einsatz schafften es die freiwilligen Helfer, eine kleine Schneise des Lichts zu schlagen. Mehr ist zu tun, und da der Verein eine Patenschaft für den Bach übernommen hat, wird Treffpunkt Philosophie ihn weiter unterstützen. Denn auch der Bach möchte sein Schicksal erfüllen, sich seinen Lauf suchen, sich selbst reinigen, Lebewesen beherbergen und Freude schenken.

About The Author

Als Tourist hat Martin viele Kontinente besucht, in fremden Ländern gelebt, ihm unvertraute Kulturen kennengelernt und bemerkt, dass die Menschen dort gar nicht so anders sind als daheim. Angetrieben von der Suche nach einer beständigen Lebenskunst möchte er nun seiner Verantwortung als Weltbürger nach kommen, als Reisender vor der Haustür. Dafür wechselt er schon mal den Job, klettert in Höhlen, entdeckt in seiner Heimatstadt München magische Orte und watet durch vernachlässigte Bäche, um Abfall herauszuholen.

2 Comments

  1. Die Bachpatenschaft ist total super. Ich sitze mindestens 40 Stunden pro Woche vor dem Computer und genieße es richtig, mal etwas für die Natur zu tun. Wenn man dann noch in einer tollen Gruppe ist, macht die Freiwilligenarbeit noch mehr Spaß. Und natürlich ist der Ausklang in der nahegelegenen Wirtschaft dann besonders zu genießen.

    Ich freu mich auf die nächste Aktion

    • Dann nehme ich das mal als Anmeldung an….:-) Die Aktion soll ja nicht nur sinnvoll sein, sondern auch Freude bereiten. Schön, wenn Sinn Begeisterung erzeugt.

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