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Denken

Die leere Tasse

Ein weitverbreiteter Irrtum ist, dass wir unseren Geist möglichst vollstopfen müssten.

Unsere Gehirne gleichen den Stopflebern der fettesten Weihnachtsgänse, sie werden von frühester Kindheit an mit unzähligen Daten und Fakten zwangsgemästet.

Ein anderer weitverbreiteter Irrtum ist, dass wir unseren Geist einfach nur leer machen müssten, eine naheliegende Gegenreaktion auf den ersten Irrtum.

Auch dazu eine kleine Geschichte: Eines Tages kam eine Schülerin zum Meister. Sie hatte schon so viel von dem weisen Mann gehört, dass sie unbedingt bei ihm studieren wollte.

Sie begrüßte den am Boden sitzenden und Tee trinkenden Meister überschwänglich und erzählte ihm, was sie schon alles gelernt hatte. Dann bat sie ihn, bei ihm weiterlernen zu dürfen.

Der Meister lächelte freundlich und sagte: „Komm in einem Monat wieder.“ Von dieser Antwort verwirrt ging die junge Frau zurück ins Tal. Sie diskutierte mit Freunden darüber, warum der Meister sie wohl zurückgeschickt hatte.

Einen Monat später erklomm sie den Berg erneut und kam zum Meister, der wieder Tee trinkend am Boden saß. Diesmal erzählte die Schülerin von all den Hypothesen und Vermutungen, die sie und ihre Freunde angestellt hatten, warum sie fortgeschickt worden war.

Und wieder bat sie ihn, bei ihm lernen zu dürfen. Der Meister lächelte sie freundlich an und sagte: „Komm in einem Monat wieder.“ Dieses Spiel wiederholte sich einige Male.

Nach vielen vergeblichen Versuchen machte sich die junge Frau erneut zum Meister auf. Als sie diesmal bei ihm ankam und ihn wieder Tee trinkend vorfand, setzte sie sich ihm gegenüber, lächelte und sagte nichts.

Nach einer Weile ging der Meister in seine Behausung, kam mit einer Tasse zurück und sprach: „Jetzt kannst du hier bleiben, damit ich dich lehren kann. In ein volles Gefäß kann ich nichts füllen.“ Und er füllte ihre leere Tasse mit Tee.

Wie bei der Ernährung sollen wir daher auch sorgfältig auswählen, mit welchen Gedanken wir unseren Geist füllen. Und bevor wir es tun, sollen wir den Geist rein und leer machen, damit wir uns den neuen Inhalten offen und vorurteilsfrei nähern können.

Schließlich muss uns klar sein, dass wir uns nicht von dem ernähren, was wir essen, sondern von dem, was wir verdauen.

Große Denker schlagen daher vor, ungefähr gleich lange zu lesen oder neue Inhalte aufzunehmen, wie dann über diese zu reflektieren.

Konzentration

Du bist, was du denkst

Jeder Gedanke und jede Vorstellung birgt in sich den Drang zur Manifestation. Schon die alten Weisen wussten, dass kein Gedanke, kein Wunsch im Universum verloren geht.

Alles kehrt irgendwann zu dem zurück, der sie in die Welt gesetzt hat. Die moderne Quantenphysik bestätigt dies.

Daher die Wichtigkeit, welche Gedanken wir in die Welt setzen – auch über uns selbst.

Wenn Sie sich selbst als Versager denken, werden Sie schwerlich siegen bzw. kaum einen Sieg als solchen anerkennen können.

Wenn Sie sich ängstlich denken, werden Sie vor jeder Prüfung des Lebens zurückschrecken.

Stellen Sie sich selbst daher vor, wie Sie sein möchten, ohne in die Fantasie zu verfallen, gleich stärker als Obelix, hübscher als Schneewittchen, schneller als Lucky Luke und reicher als Dagobert Duck sein zu wollen.

Machen Sie sich ein möglichst genaues Bild von Alltagssituationen, und wie Sie sich in diesen verhalten möchten.

Wenn Sie dann in eine solche Situation geraten, rufen Sie dieses Bild und die dazugehörigen Gefühle in sich wach und begegnen Sie der Situation mit genau dieser inneren Projektion.

Je öfter und je klarer Ihnen dies gelingt, umso mehr wird Ihre gedankliche Projektion Realität.

Sie werden, was Sie denken.

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