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Wachsam

Wecker sind eine tolle Erfindung – und heute nicht mehr aus unserem täglichen Leben wegzudenken.

Nach einem morgenmuffeligem Grummeln,  wie es für nicht wenige typisch ist, starten wir los in den Tag: manche energisch, andere etwas gemütlicher.

So oder so unterstützen sowohl der Wecker als auch der Blick auf die Uhr beim Frühstück unsere bequeme Illusion, wir wären jetzt wirklich da, wo wir sind: beim Frühstücken, bei uns.

Dabei sind wir lediglich in unserem Zeitplan. Also einem Konstrukt. Das ist selbstverständlich auch eine Realität (jene, die wir uns erschaffen) oder besser lediglich ein Teil einer größeren Wirklichkeit.

Nun, an dieser Stelle möchte ich nicht in eine allzu abstrakte Diskussion über die Frage von Realität und Wahrheit abgleiten.

Frühstück

Ich möchte nämlich nicht diskutieren. Ich möchte hier bleiben.

In unserem Gedankenspiel bedeutet dieses Hier am Frühstückstisch. Wie sehr kann ich diesem banalen, alltäglichen Ernährungsritual tatsächlich mit meinem Geist beiwohnen?

  • Wie ist meine Körperhaltung – lehne ich mich an der Stuhllehne an, sitze ich mit gestreckter Wirbelsäule aufrecht oder fehlt mir (noch bzw. schon wieder) die Kraft für eine gesunde Körperspannung?

  • Sitze ich nicht vielmehr zusammengefallen wie ein Kartoffelsack da?

  • Sind meine Beine unter dem Stuhl eingezogen, überkreuzt oder nach vorne gestreckt?

  • Zirkuliert mein Blut ungehindert oder klemmt es irgendwo?

  • Wie hungrig bin ich? Esse ich aus weiser Vorausschau, um nicht einer unerwünschten Hungerattacke während der Arbeitszeit zu erliegen oder speise ich, weil mein Körper mir anzeigt, dass ich ihm gerade jetzt Energie zuführen muss?

  • Wie esse ich? Gelangen gut verdaubare Häppchen in meinen Mund oder schaufle ich hastig in mich hinein?

  • Und was esse ich überhaupt?

Frühstück

Natürlich weiß ich, dass du deine Frühstücksspeise benennen kannst. Doch kennst du sie deswegen, nur weil sie einen Namen in deinem Kopf trägt?

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1 Comment

  1. Der Text passt in meine gegenwärtige Situation prima rein, dazu gibt er mir etwas Stabilität in meinem Vorhaben. Ein toll geschriebener Artikel Christina, danke dir.

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