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Der Krieger des Friedens
Im Begriff „Krieger“ schwingt „Der Krieg“ mit. Er erinnert an längst vergangene Zeiten, an Stammesfehden oder Fantasy-Helden. Der Bezug zum Hier und Jetzt, zu dem Leben, das wir führen und unserer Lebenswirklichkeit drängt sich erst einmal nicht auf. Und doch richtet sich Fernand Schwarz mit seinem neuen Buch „Perseus, der Krieger des Friedens“ an jeden einzelnen von uns. Es geht um nichts weniger als die Frage, welches Leben wir führen und in welcher Gesellschaft wir künftig leben wollen. Es ist ein sehr persönliches Buch – und ein Buch, das uns ermuntern soll, unser Leben allen Widrigkeiten zum Trotz selbst in die Hand zu nehmen. Und was noch wichtiger ist, zu erträumen. Gleich zu Anfang räumt der Autor mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf: Nein, Egoismus und Ellenbogenverhalten ist entwicklungsgeschichtlich kein dauerhaftes Erfolgsrezept. Die Forschungsergebnisse, die Fernand Schwarz vorstellt, lassen zuweilen staunen. Es lohnt sich wirklich, Altruist zu sein, und warum das so ist, darum geht es in diesem Buch.

Doch warum gerade ein „Krieger des Friedens“?

Der Krieger des Friedens Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Gegen wen oder was soll denn da zu Felde gezogen werden? Die Analyse unserer bestehenden Lebensverhältnisse verweist auf die Antwort. Unsere westliche Erziehung zielt darauf ab, alles zu beherrschen und unter Kontrolle zu bringen, einzuordnen und auf seinen Platz festzunageln. Das macht uns starr und unbeweglich. Wir wollen auf der sicheren Seite sein, unsere physische, psychologische und intellektuelle Komfortzone nach Möglichkeit nicht verlassen. Die Lebensumstände bringen es mit sich, dass wir mit Herausforderungen konfrontiert werden, die uns dazu zwingen, unsere Glaubenssätze oder Überzeugungen in Frage zu stellen und uns dem Wandel zu öffnen. Und da kommt der Krieger ins Spiel. Es ist eine Metapher für einen, der sich aufrafft, diese Komfortzone zu verlassen. Wie Lao Tse in seinem Tao Te King schreibt, die Dinge beherrschen lernt, indem er sich ihrem Lauf anpasst. Es ist die Kunst der Selbstbeherrschung durch Anpassung. Es geht um den inneren Kampf mit sich selbst. Als Kinder unseres Zeitgeistes haben wir verlernt, mit Widersprüchen umzugehen. Die Dinge sind entweder weiß oder schwarz, heiß oder kalt, Tag oder Nacht, gut oder schlecht. Das rückt uns in die Nähe der Menschen in Platons Höhlengleichnis, die, an ihre Stühle angekettet, auf die Wand starren und über das Licht- und Schattenspiel reden, als wüssten sie Bescheid, was in der Welt tatsächlich vor sich geht.
Wir müssen zu Kriegern werden und unsere Gleichgültigkeit bekämpfen, unseren Egoismus, unser Getrenntsein, unsere bruchstückhafte Sicht der Dinge und unsere Engherzigkeit.

(Perseus, Der Krieger des Friedens, S. 26)

Der friedvolle Mensch lebt im Frieden mit sich selbst

Der Krieger des Friedens „Friedvoll“ meint in dem Zusammenhang nicht einen Menschen, der am liebsten in Frieden gelassen wird, der nichts unternimmt, was seine Ruhe stören oder die Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnte. Der wahrhaft friedvolle Mensch lebt im Frieden mit sich selbst und seinem Bewusstsein, der Quelle von innerer Gelassenheit und Heiterkeit. Das hilft uns, mit den Schwierigkeiten des Lebens fertig zu werden.
  • Doch wie sollen wir, gefangen im täglichen Laufrad von Arbeit, Familie und Freizeitstress, diese Aufgabe bewerkstelligen?
  • Wo doch ohnehin die Zeit für die täglichen Dinge des Lebens oft hinten und vorne nicht reicht?
  • Ist es da nicht notwendig, alles hinter sich zu lassen, um als buddhistischer Mönch zu der inneren Gelassenheit und Heiterkeit zu finden, von der hier die Rede ist?
Der Weg des Aussteigers ist nicht der, den der Autor vorschlägt. Im Gegenteil. Er verweist darauf, dass in jedem von uns ein immenses Potenzial schlummert. Und das versetzt uns in die Lage, zu wachsen und ein besserer Mensch zu werden, egal wo wir uns befinden. Das heißt, ein tiefes inneres Glück zu erfahren, das uns von äußeren Umständen unabhängig macht.

Das Betätigungsfeld liegt im Hier und Jetzt

Der Krieger des Friedens Dazu sind drei Schritte notwendig:
  1. Sich selbst überwinden,
  2. sich selbst und andere befreien,
  3. sich selbst und die Welt transformieren.
Eine entscheidende Rolle spielt dabei unsere Persönlichkeit. Durch sie treten wir mit unserer Umwelt in Kontakt, sie ist es aber auch, die uns die größten Steine in den Weg legt. Oft sind es Mechanismen, die wir nicht gleich durchschauen, und die uns weismachen wollen, wir befänden uns auf der Erfolgsspur. Doch in Wirklichkeit sind es Stimmen, die uns in die Irre leiten, auf Dauer unsere Fähigkeit zum Mitgefühl zerstören und zu falschen Siegen führen. Und letztlich führen sie zu noch mehr innerem Leid und verstärken nur unseren Zorn und unsere Verletzlichkeit. Diese Mechanismen sind so alt wie die Menschheit, und trotzdem nehmen sie uns auch im 21. Jahrhundert immer noch gefangen. Es erfordert die Tugenden eines Kriegers, um sie zu überwinden. Wie das geschehen kann, führt Fernand Schwarz eindrucksvoll vor Augen anhand der Jahrtausende alten Bhagavad Gîta und der „Stimme der Stille“ von Helena Petrowna Blavatsky.

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1 Comment

  1. Ein wirklich tolles Buch.
    Besonders beeindruckt und inspiriert hat mich das Kapital über die Proben und Schatten auf dem inneren Weg.
    Und auch die Beschreibung der „inneren“ Regeln des Kriegers sind sehr praktisch. Eigentlich sind es Haltungen bzw. Lebensregeln. Kann ich jedem nur empfehlen zu lesen.

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