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Umbruch

Am 10. April fand in München der 8. PhiloSlam statt, mit dem Motto „Die Welt im Umbruch. Was tun?“ Die Slamer nahmen zu den Herausforderungen unserer Zeit Stellung, und regten die Zuhörer zum Denken, Hinterfragen und – hoffentlich – zum Handeln an. So wie Rebeca Portillo, eine der Sieger des Abends:

Konflikte eskalieren, Wirtschafts- und Klimakrisen verändern unsere Welt. Es gibt Kriege und terroristische Bedrohungen, die uns weltweit Sorgen machen. Flüchtlinge suchen Schutz. Die Probleme scheinen so groß und fast unlösbar zu sein, zumindest in meinem Leben. Was kann ich als kleines Individuum tun, um meine Welt zu verbessern? Bringt das überhaupt etwas? Hat es eine signifikante Wirkung, wenn ich kleine gute Taten tue, oder ist es eh nutzlos, weil die Probleme so groß und so viele sind? So viele Themen womit man sich beschäftigen kann, soll, muss!  So viele Themen… Ich bin doch kein Buddha, kein Jesus, ich bin nur, … ich.

Manchmal fühle ich mich überfordert; hin und her gerissen.

An positiven Tagen denke ich „Ja, die Welt wird immer besser.“ So wie es im Buch „Factfulness“ von Hans Rosling steht. Darüber hinaus kann ich als Einzelperson auf jeden Fall dazu beitragen, dass die Welt sich verbessert.

An anderen Tage, wenn meine Wahrnehmung eher negativ geprägt ist, denke ich das macht alles doch keinen Sinn. Selbst, wenn ich gute Taten tue, wird das keinen großen Unterschied machen. Und ich stelle mir Fragen wie „bringt das wirklich was, wenn ich, Rebeca, zu Hause meinem Biomüll vom Restmüll trenne? Oder ist es eh egal, weil ehrlich gesagt, so viel Obst esse ich sowieso nicht.“

Um meine interne Diskussion zu beruhigen, würde ich Euch ganz gerne eine Geschichte (nach William Ashburn) erzählen:

Eines Tages früh am Morgen ging ein alter Mann am Strand spazieren. Es war sein üblicher Morgenspaziergang. Jedoch sah alles an diesem Tag ein bisschen anders aus. Die Nacht davor hatte es richtig stark gewittert und deswegen lagen am Strand unter anderem unzählige Seesterne, die von der Strömung an den Strand geworfen waren. Der Mann schaute sich diese trostlose Szene an bis er in der Ferne ein kleiner Junge entdeckt hatte, der irgendetwas in die Wellen warf. Als der Mann näher kam, sah er, dass der Junge die gestrandeten Seesterne vom Strand aufhob und zurück in das Meer warf.

„Was tust Du denn da, junger Mann?“ fragte er.

„Wenn die Seesterne immer noch am Strand liegen, wenn die Sonne aufgeht, dann werden sie sterben“ antwortete der Junge.

„Das ist ja lächerlich. Der Strand ist tausende Kilometer lang und es sind somit Millionen von Seesternen! Es ist egal wie viele Du zurück ins Meer werfen kannst, es macht keinen Sinn und macht keinen Unterschied.“

Der junge Mann schaute den alten Mann tief in den Augen, hob einen Seestern und warf ihn in den Wellen. Dann meinte er:

„Für den Stern da, hat es wohl einen riesigen Unterschied gemacht“.

Welt

Diese Geschichte kann uns helfen zu erkennen, dass es wichtig ist, mit kleinen, großzügigen Taten anzufangen. Denn wenn wir in die Welt schauen, macht dies doch einen, vielleicht nicht mehr so kleinen Unterschied.

Der PhiloSlam war wieder Mal ein großer Erfolg und wird in absehbarer Zeit erneut stattfinden. Möchtest du den Termin nicht verpassen? Melde dich zu unserem Newsletter an!

 

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