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Jedes Jahr im August heißt es in unserem Seminarhaus Camelot: Türen auf fürs Philo-Camp! Im Garten werden eifrig Zelte aufgebaut, in der Küche blubbert und duftet es aus riesigen Töpfen, durch alle Gänge huschen aufgeregte Philosophen – Küsschen links, Küsschen rechts, wer hat welche Workshops gewählt?

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Wiederverzauberung

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, hat schon Herrmann Hesse gesagt – und damit perfekt das diesjährige Motto des Philo-Camps getroffen: Die Wiederverzauberung der Welt. Wir wollen uns selbst und andere verzaubern und dabei die Seele der Dinge, der Natur und der anderen Menschen wahrnehmen. Aber wie funktioniert das nun ganz konkret mit der Wiederverzauberung? Frühsport, Frühstücken – und ab in die Workshops! Denn dass Zauberei eine Praxis ist, wissen wir ja nicht erst seit Hogwarts. Und wie schön die philosophische Praxis sein kann, wissen wir spätestens seit Camelot.

In zwölf Workshops begeben wir uns auf eine innere Reise

Wiederverzauberung

Zwölf verschiedene Workshops stehen dieses Jahr zur Wahl. Vom Geschichtenerzählen bis zum Degenfechten. Vom Bachblüten-Seminar bis zum Survival. Wie ein emsiger Bienenstock wuselt Camelot vor sich hin. Drinnen und Draußen trifft man auf Teilnehmergrüppchen, die ehrgeizig sporteln, ausgelassen musizieren, hitzig diskutieren oder ganz in ihre selbstgeschriebenen Geschichten versunken sind.

Wiederverzauberung

Und abends? Freut man sich auf das mit Liebe gekochte Abendessen und tauscht sich aus. Zum Beispiel über die „Heldenreise“, bei der die Teilnehmer durch die 12 Archetypen lernen, ihre eigenen Potentiale zu entfalten und ihr Leben so zu gestalten wie sie es sich erträumen.

Wiederverzauberung

Oder über den spannenden und diskussionsreichen Vortrag von Dr. Wigbert Winkler, der unter dem Titel „Philosophy meets Science“ über die Entstehung des Kosmos spricht und dabei traditionelles Wissen und moderne Hypothesen, Philosophie und Wissenschaft miteinander vergleicht.

Beim Stichwort Wiederverzauberung darf natürlich die Romantik nicht fehlen. Harry Costin und Anna Holub sprechen im Seminar „Die deutsche Romantik und die Wiederverzauberung der Welt“ von der deutschen Seele, dem Einfluss von Goethe und Schiller und darüber, das Wunderbare des Lebens zu sehen und das Alltägliche zu veredeln.

Von der deutschen Romantik zur Lagerfeuerromantik

Wiederverzauberung

Richtig romantisch geht es auch nach Sonnenuntergang weiter. Dann, wenn sich die Philosophen um das abendliche Lagerfeuer versammeln. Wenn Geschichten erzählt werden und die Teilnehmer des Percussion-Workshops ihre neu erworbenen Künste vorführen – begleitet von Gesang und Gitarrenklängen. Manche reflektieren noch im Gespräch. Andere lassen, den Blick auf dem prasselnden Feuer, den Tag noch einmal ganz für sich Revue passieren. Die Stimmung ist gut. Und vielleicht trägt auch das Glas kubanischer Rum dazu bei, das von einer Hand in die nächste wandert.

Wiederverzauberung heißt, die Schönheit des Moments zu erfassen

Wiederverzauberung

Gerade hat man sich noch zum morgendlichen Qi Gong getroffen, da weht schon ein Hauch von Abschluss-Stimmung durch das Camp. Wie immer packen alle mit an, um die große Party für den dritten und letzten Abend zu gestalten. Es wird geklatscht, gelacht, gefeiert und getanzt. Der Abend verfliegt, fast so, als hätte jemand die Zeit die Uhren ein bisschen schneller gezaubert. Aber so ist das wahrscheinlich mit der Wiederverzauberung. Man ist ganz in der Schönheit des Moments. Es geht nicht um morgen und nicht um vorhin, sondern um genau das Lied, zu dem wir gerade wie verzaubert über die Tanzfläche schweben.

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Wenn es eines gibt, das Sabrina immer dabei hat, dann ist es ein Baukasten voller Worte, die sie gerne auf möglichst schöne und sinnvolle Art aneinander reiht. Manchmal kommt ein philosophisches Gedicht dabei heraus, manchmal nur sehr viele Fragen. Aber mit diesen ist sie bei Treffpunkt Philosophie ja am richtigen Ort.

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