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Berge faszinieren nicht nur durch ihre Größe und den Ausblick am Gipfel, sondern bringen die Idee von Erhabenheit in unser menschliches Leben.

Die Schöpfungsmythen aller Kulturen beschreiben, dass am Anfang der Welt die Trennung von Wasser und Land stattfand und die Einheit von Himmel und Erde getrennt wurde. Es ist die Idee vom Urhügel, der sich aus den kosmischen Wassern erhebt und zum Zentrum der Welt wird.
Gleichzeitig wird der mythische Berg zur senkrechten Achse und öffnet den Raum für das Leben zwischen Himmel und Erde, zwischen Götter- und Menschenwelt.
Erdgottheiten mit weiblichen oder mütterlichen Aspekten stehen bei den weiteren Schritten der Schöpfung und Belebung der Welt in Beziehung zum Berg. Am Gipfel des Berges kommen einander Himmel und Erde so nahe, dass die Götter herabsteigen können. Von unten sollen die Menschen aufwärtsstreben.
Bei Pilgerfahrten wird der physische Aufstieg begleitet von Ritualen, die das menschliche Bewusstsein erheben. So vorbereitet kann der spirituelle Kontakt mit der Gottheit oder dem Bergheiligtum oder dem Gefühl von Verbundenheit mit dem Zentrum der Welt gelingen.

FEURIGE BERGE

Vulkan

Vulkane sah man als Aufenthaltsort von speziellen Gottheiten, mächtigen, unsichtbaren Wesen oder Geistern, die als unberechenbar betrachtet wurden. Hephaistos zum Beispiel, der die Waffen der Götter schmiedet, wurde bei den Römern Vulcanus genannt. Hier erkennen wir das Zusammenspiel bereits im Namen. Beim Ätna sagte die griechische Mythologie, dass die Götter mit einem Erdhaufen einen Drachen zuschütten und ruhigstellen wollten.
Vulkane gelten in vielen Kulturen als geheimnisvoller Zugang in die Unterwelt und prägten im Christentum das Bild von der Hölle. Den Beweis sah man in den tückischen Nebeln und Dämpfen der ruhelosen Seelen von Verstorbenen, die den Aufstieg in den Himmel nicht geschafft haben. Im Shintoismus in Japan ist der heilige Berg der Fujiyama mit den traditionellen Wallfahrten zu den vielen Schreinen der Geister.

HEILIGE UND MYTHISCHE BERGE

Berg Sinai-Moses

Meistens ist der gesamte Berg ein Heiligtum. Die Menschen bauen Tempel und zeremonielle Plätze, damit die Verbindung zu den Göttern oder unsichtbaren Wesen der Natur erhalten bleibt. In der Bibel ist der Berg Sinai der heilige Berg, denn dort hatte Moses die Begegnung mit Gott Jahwe und er erhielt dort die zehn Gebote. Die islamische Tradition geht davon aus, dass der höchste Punkt der Erde die Kaaba in Mekka ist, weil sich der Polarstern genau darüber in der Mitte des Himmels befindet. Es geht also nicht um physische, sondern um spirituelle Höhe. Im alten Ägypten war der Berg des Westens der Ort, an dem abends die Sonne für ihre zwölfstündige Nachtfahrt in die unsichtbare Welt eintritt und die Verstorbenen ihre Fahrt ins Jenseits antreten. Im traditionellen China gilt der Berg Kuen Lun mit seinen neun Stockwerken als das Zentrum des Universums.
Für die Taoisten ist er außerdem ein paradiesischer Ort, wo Wang, die Königin des Westens, regiert und die Unsterblichen wohnen.

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