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Aufbruch aus einer toten in eine lebendige Welt

Leben durchdringt alles im Universum. Und doch leben noch viele Menschen in einer toten Welt. Ein großer Irrtum, der unsere Welt in den Ruin treibt!

Materie ist der Stoff, aus dem die Welt gemacht ist. In ihr ist nichts von Leben oder Geist oder Bewusstsein oder Seele. Zwischen Geburt und Tod existierst du in einer grundsätzlich leblosen, bewusstlosen, fühllosen Welt, einer Welt ohne Seele. Weil Kampf das Grundprinzip der Natur ist, gibt es in menschlichem und tierischem Leben nur eine einzige Triebkraft: Eigeninteresse. Altruismus – das Wohl anderer über das eigene zu stellen ist – ist pure Illusion.“
„Ein inneres“ oder „spirituelles“ Leben ist reiner Selbstbetrug, allenfalls tauglich als psychologischer Trost für Schwächlinge“. Jeremy Hayward nennt weitere zehn Punkte der „Geschichte der toten Welt“ in seinem Buch „Liebe, Wissenschaft und die Wiederverzauberung der Welt“. Darin beschreibt er das aktuelle wissenschaftliche Weltbild, das unser Denken, Fühlen und Handeln prägt.


DIE „GESCHICHTE DER TOTEN WELT“ DER AKTUELLEN WISSENSCHAFT

Künstliche Intelligenz

Als die Wissenschaft ab der Renaissance einen immer größeren Stellenwert bekam, entwickelte sich zunehmend die Idee der toten Materie. Descartes „verbannte“ die Seele aus dem Welt- und Menschenbild, indem er den Geist-Materie-Dualismus prägte. Der Mensch wurde bis dato als Körper-Seele-Geist-Wesen verstanden, die Seele wurde im wahrsten Sinne „weg-rationalisiert“ und es begann die Vorherrschaft der Ratio, der Vernunft.
Erst im 19. Jahrhundert begann man sich wieder für das Seelenleben zu interessieren, Sigmund Freud war da bahnbrechend. Er „entdeckte“ das Unbewusste und verstand, dass das Innenleben enorm großen Einfluss auf unser Denken und Handeln hat.
C. G. Jung erweiterte diese Erkenntnis und beschrieb das „kollektive Unbewusste“. Wie der Meeresboden die Kontinente, verbindet es das Seelenleben der Menschen aller Zeiten und Kulturen miteinander.
Leider sind die Erkenntnisse dieser beiden großen Psychologen und all ihrer Nachfolger, Schüler und Therapeuten, die dieses Menschen- und Weltbild vertreten, nur für eine Minderheit gültig.
Der Großteil der Menschen und v. a. die „Meinungsmacher“ der aktuellen Machtgruppen leben weiterhin nach der „Geschichte der toten Welt“. Und weil diese dem natürlichen Empfinden der meisten Menschen stark widerspricht, wird der Zugang zu den Gefühlen und der Seele verdrängt. Sie sind ja vor allem hinderlich, wenn wir „Human Resources“ im Wirtschaftsleben funktionieren sollen.
So erfüllen die meisten brav ihre Aufgaben und empfinden gleichzeitig innere Leere, Sinnlosigkeit und Angst vor dem Leben mit seinen Unvorhersehbarkeiten.
„Angst essen Seele auf“ (lt. R. W. Fassbinder; Anm. d. Redaktion) – gerade junge Menschen wachsen tief verletzt, niedergeschlagen und einsam heran. Und leider enden immer mehr mit psychischen Krankheiten, Drogen- und Medienkonsum oder sogar mit Selbstmord.
All diesen jungen Leuten und auch allen älteren rufe ich hiermit zu: Diese „Geschichte der toten Welt“ ist falsch! Ein großer jahrhundertealter Irrtum, der unsere Welt in den Ruin treibt!


DIE GESCHICHTE DER LEBENDIGEN WELT

Seele der Natur

Christoph Quarch, Platon-Spezialist, sprach im Rahmen der „Langen Nacht der Philosophie 2020“ über die „Lebendigkeit“.
Er meinte, dass Platon unter dem Begriff „psyché“ (Seele) vor allem das belebende Prinzip in der Natur und im Menschen verstand. Es sei das belebende Prinzip in Pflanzen, Tieren, Menschen und Gestirnen.
Leben durchdringt alles im Universum, dies lehrten Naturphilosophen, Religionen und Mythen aller Kulturen. Das „Große Eine Leben“ ist eine andere Bezeichnung für das Göttliche oder – philosophisch gesprochen – das Sein oder das Eine. Giordano Bruno vertrat ebenfalls die Ansicht, dass man in allen Dingen Seele und Leben antreffe und dass die Seele als Form aller Dinge überall die Materie ordne und beherrsche.
Auch C. G. Jung benutzt den Begriff der „anima mundi“, der Weltseele. Seine Psychologie stützt sich auf zwei Grundpfeiler: 1) den Grundsatz der psychischen Totalität und 2) den Grundsatz der psychischen Dynamik.

About The Author

Gudrun Gutdeutsch praktiziert seit 30 Jahren philosophische Lebenskunst. Sie leitet seit 15 Jahren ehrenamtlich den Treffpunkt Philosophie Deutschland. Hier ist sie u.a. als Kurs- & Seminarleiterin und Vortragende tätig - mit den Schwerpunkten Psychologie, Spiritualität und Vergleichende Philosophie und Religionen. Seit über 15 Jahren schreibt sie die Serie "Lebenskunst" für das Magazin "Abenteuer Philosophie" und ist Autorin des Buches "Wie duscht ein Philosoph?" Beruflich wirkt sie als Trainerin und als Fachberatung für Kulturelle Vielfalt.

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