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Berge geben uns eine neue Perspektive auf die Dinge und das Leben.

In der indischen Tradition hat der Berg Meru fünf Gipfel und repräsentiert so das Zentrum und die vier Himmelsrichtungen. Nach hinduistischer Vorstellung lebt dort Gott Indra.
In der Geschichte von Noah ragt allein der Berg Ararat nach der Sintflut aus den Wassern heraus. Von diesem startet dann eine neue Ausbreitung des Lebens, was an die Idee vom Urhügel erinnert.

ERSCHAFFENE HEILIGE BERGE

Pyramiden

Wo keine echten Berge die Basis bilden, wird ein künstlicher Berg als Abbild des gesamten Kosmos errichtet: Die Zikkurats in Mesopotamien waren der architektonische Ausdruck der himmlischen Berge. Die Stufenpyramiden der Maya sind nach den Himmelsrichtungen oder Gestirnen ausgerichtet und symbolisieren das Universum, bestehend aus neun Stufen, die die unterirdischen Welten darstellen, für den Aufstieg und beim Tempel oben sind die dreizehn Himmel dargestellt. In der Tempelanlage von Angkor Wat stehen fünf Türme für die fünf Gipfel von Meru. Die Pyramiden stellen das geometrische Idealbild eines Berges
im alten Ägypten dar.

DER BERG ALS LEHRMEISTER

Berg-Gipfel

Er lehrt uns wohltuende Einsamkeit, die Rückbesinnung auf das Einfache und Wesentliche, den Rückzug und Abstand vom Alltag. Er ermöglicht eine erhöhte Perspektive, die neue oder erweiterte Sicht auf die Dinge und das Leben. Mit erhobenem Bewusstsein relativieren sich viele Probleme.
Er lehrt uns Freiheit, die aus der Überwindung von Angst oder Hindernissen resultiert – eine Freiheit im Vertrauen auf die eigenen Kräfte.
Er fordert Wille und Mut, zwingt uns, zwischen Waghalsigkeit und Anstrengung zu unterscheiden und ausdauernd den Weg bis zum Ziel zu verfolgen.

WIE EIN BERG

Yoga

Im chinesischen I-Ging gibt es das Hexagramm „GEN – der Berg“. Es ist eine Verdoppelung des Zeichens für „stillhalten“: Alle inneren und äußeren Bewegungen kommen zur Ruhe. Unüberlegtes Denken, vorschnelles Reden, schwankende Gefühle und Aktionismus sollen in einen positiven Stillstand münden, der Stabilität bringt.
Im Yoga beginnen die Übungen mit der Position Tadasana – das indische Wort für Berg. Beides fordert uns auf, im Leben den richtigen und festen Stand einzunehmen. Mit diesem „Wohl“-Stand können wir stark in uns ruhend und unbeeindruckt von Wind und Wetter des Lebens werden. Und vielleicht hilft uns das auch, mit Dankbarkeit unserem eigenen inneren Göttlichen zu begegnen.


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